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Sebastian Schneider posted an update 4 hours, 47 minutes ago
Viele immergrüne Zimmerpflanzen verbringen den Winter in einem kühleren Quartier, um ihre Ruhephase zu durchlaufen. Gerade dort kommt es jedoch häufiger zu Blattverlust als während der Vegetationsperiode im warmen Wohnzimmer. Die Ursache liegt meist in einem Zusammenspiel aus Lichtmangel, niedrigen Temperaturen und einer veränderten Wasseraufnahme. Im Winterquartier ist das Tageslicht oft deutlich schwächer und kürzer, während die Pflanzen weiterhin assimilieren möchten. Reicht die Lichtmenge für die vorhandene Blattmasse nicht aus, stößt die Pflanze einzelne Blätter ab, um das Gleichgewicht zwischen Energiegewinn und Unterhaltung des Gewebes zu halten. Besonders ausgeprägt zeigt sich dieses Verhalten bei Arten, die zwar als immergrün laubabwerfend gelten, deren Blätter aber unter Stress nur wenige Monate halten. Stellen Sie den Standort daher möglichst hell auf, ohne direkte Mittagssonne zu provozieren, und rücken Sie die Töpfe näher an die Fensterfront.
Ein zweiter häufiger Auslöser ist die Bewässerung. Im kühleren Quartier verdunstet weniger Wasser, die Wurzeln nehmen aber auch langsamer auf. Wer nun in gewohnter Routine weitergießt, schafft Staunässe im Substrat, wodurch feine Wurzeln faulen und die Versorgung der Blätter zusammenbricht. Die Pflanze reagiert mit gelblichen Blättern, die kurz darauf abfallen. Prüfen Sie deshalb vor jedem Gießen die Feuchtigkeit in einigen Zentimetern Tiefe und lassen Sie das Substrat zwischen den Wassergaben merklich abtrocknen, ohne es völlig austrocknen zu lassen. Achten Sie außerdem darauf, dass überschüssiges Wasser zuverlässig abfließen kann und keine Untersetzer dauerhaft gefüllt bleiben. Auch kaltes Gießwasser direkt aus der Leitung kann empfindliche Wurzeln reizen; temperieren Sie es besser auf Raumtemperatur.
Quartier-gudensberg und plötzliche Temperaturschwankungen eine unterschätzte Rolle. Öffnen Sie Fenster zum Lüften im Winterquartier nur kurz und stoßartig, statt die Pflanzen dauerhaft im kalten Luftstrom stehen zu lassen. Kalte Zugluft führt an den Blättern zu Schäden, die sich oft erst Wochen später als Blattfall zeigen. Kontrollieren Sie zudem regelmäßig die Blattunterseiten auf Schädlinge wie Spinnmilben, die bei trockener Heizungsluft begünstigt werden und ebenfalls Blattverlust auslösen können. Wer die Ansprüche seiner Pflanzen kennt und Licht, Wasser und Temperatur behutsam anpasst, reduziert den Blattabwurf deutlich – auch bei Arten, die als immergrün laubabwerfend gelten und ohnehin nur begrenzt belastbar sind. Ein wenig Geduld zahlt sich aus, denn viele Pflanzen erholen sich im Frühjahr, sobald die Lichtverhältnisse wieder besser werden.

