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Daniel Weber posted an update 7 hours, 21 minutes ago
Wer im Staudenbeet gezielt vogelfreundlich plant, sollte die unterschiedlichen Bedürfnisse von Grünfink und Stieglitz kennen. Der Grünfink ist ein kräftiger Samenfresser mit dickem Schnabel, der harte Schalen leicht knackt, während der Stieglitz mit seiner feinen, spitzen Schnabelform auf schmale Samenstände spezialisiert ist. Lassen Sie deshalb im Herbst und Winter mehr stehen als nur dekorative Gräser: Sonnenblumen, Ringelblumen, Borretsch, Karden, Disteln und Natternkopf bieten über Wochen hinweg reichlich Nahrung. Korbblütler wie Sonnenblume und Topinambur sind besonders wertvoll, weil ihre Körbe auch nach Frosteinbruch noch Samen halten. Wer gezielt etwas für grünfink und stieglitz tun möchte, plant außerdem Wilde Möhre, Wiesensalbei und Skabiosen ein, deren feine Samenstände der Stieglitz gut erreicht. Schneiden Sie Stauden erst im zeitigen Frühjahr zurück, wenn die Stängel ausgehöhlt und ausgefressen sind.
Achten Sie darauf, dass die Samenstände wirklich reif und trocken sind, bevor Sie sie über den Winter stehen lassen. Feuchte, schimmelanfällige Bestände locken keine Vögel an, sondern bergen Risiken. Details ansehen , lassen Sie aber gesunde, feste Stängel stehen. Der Stieglitz bevorzugt Samenstände in luftiger Höhe, etwa von Karden und Disteln, und meidet bodennahe Bereiche. Der Grünfink hingegen nimmt auch Samen auf, die auf den Boden gefallen sind, und sucht gern dichte, verzweigte Stauden auf. Kombinieren Sie hohe und niedrige Samenstände, um beiden Arten gerecht zu werden. Verzichten Sie im Herbst außerdem auf ein rigoroses Zurückschneiden und Mulchen: Ein aufgeräumtes Beet bietet weder Nistmaterial noch Winternahrung. So schaffen Sie mit wenig Aufwand einen winterlichen Tisch, an dem grünfink und stieglitz gleichermaßen profitieren.
Prüfen Sie im Spätwinter, welche Stängel bereits zerfallen oder von Pilz befallen sind, und räumen Sie nur diese auf. Gesunde Halme mit restlichen Samen können bis zum Frühjahr stehen bleiben, denn viele Vögel nutzen sie noch im März. Ein weiterer praktischer Hinweis: Setzen Sie Samenstände nicht zu dicht an Fensterscheiben, damit Vögel bei der Nahrungssuche nicht gegen Glas fliegen. Wenn Sie zwischen Staudenbeet und Hecke einen offenen Saum belassen, haben Grünfink und Stieglitz freie Sicht und Rückzugsraum zugleich. Wer das Beet über Jahre hinweg vielfältig bepflanzt, stellt fest, dass sich die Samenstände unterschiedlich entwickeln und so fast immer etwas für die Vögel übrig bleibt. Verzichten Sie zudem auf chemische Unkrautbekämpfung in diesen Bereichen, um Nahrung und Lebensraum nicht zu beeinträchtigen und den Tieren einen verlässlichen Rückzugsort zu bieten.

